20.02.2019

Stipendium Regieteam (Regie/ Ausstattung) "Jenseits der blauen Grenze" Prem. Nov.19

Ausschreibung Stipendium der Theater-Stiftung Gera

Regieteam (Regie und Ausstattung)
für die Inszenierung „Jenseits der blauen Grenze“ (Premiere Nov. 2019)

Die Theater-Stiftung Gera fördert den Nachwuchs in allen Bereichen des Theaters. In den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 hat sie bereits erfolgreich ein „Artist in Residence“ - Programm finanziert, das drei Regiearbeiten in Zusammenarbeit mit den Sparten Puppentheater und Musiktheater ermöglicht hat.

Für die Spielzeit 2019/20 schreibt die Stiftung ein Stipendienprogramm aus, das ein Regieteam, bestehend aus Regie und Ausstattung (Bühne, Kostüme, Puppen) finanziert. Das Team soll gemeinsam mit zwei Spielern der Sparte Puppentheater die Adaption des Jugendromans „Jenseits der blauen Grenze“ von Dorit Linke inszenieren.
Bewerben können sich junge Regisseure (m/w/d) und Ausstatter (m/w/d) als Team.
Voraussetzung ist, dass sie bereits erste professionelle Erfahrungen sammeln konnten und zum Zeitpunkt der Bewerbung unter 35 Jahren alt sind. Quereinsteiger im Bereich Figuren- und Puppentheater sind willkommen. Interessenten können sich als Team mit einer Konzeptionsmappe, die erste Entwürfe für Bühnen- und Kostümbild sowie Inszenierungsansätze im Zusammenspiel mit Puppen beinhaltet, bis zum 31. März 2019 bewerben.

Zum Stück – „Jenseits der blauen Grenze“
Hanna und Andreas wagen die Flucht. Fünfzig Kilometer müssen sie von Rostock nach Fehmarn schwimmen, um die DDR über die sogenannte blaue Grenze verlassen zu können – eine Strecke, die ihre Gefahren birgt und die beiden Jugendlichen körperlich und psychisch fordert. Aber die beiden Schulfreunde haben keine Wahl. Während sie schwimmen, erinnern sie sich an ihr Leben vor der Flucht: Der aufmüpfige Andreas wurde in einen Jugendwerkhof geschickt, wo er mittels Drill und harter Arbeit im Sinne des Sozialismus erzogen werden soll. Die Verhältnisse dort sind entwürdigend und nicht länger auszuhalten. Auch Hanna hat Probleme mit dem Staat bekommen, ein Studium wird der Leistungsschwimmerin verwehrt, ihre Sportlerkarriere beendet. Beide sehen keine Zukunft mehr in dem unfreien Land. Die Flucht scheint der einzige Ausweg. Und so schwimmen sie und schwimmen, in ihren Neoprenanzügen, die auf die Dauer nur den gröbsten Teil der Kälte fernhalten können. Verbunden mit einer Leine, um einander nicht zu verlieren, erleiden sie gemeinsam Muskelkrämpfe und Atemnot. Sie kämpfen gegen Wind und Wetter, Orientierungslosigkeit, der Stille und Dunkelheit und ihren eigenen Gedanken und Erinnerungen – immer in der Hoffnung, bald ein freies Leben führen zu können.
Der Roman von Dorit Linke, der für den Deutschen Jugendbuchpreis 2018 nominiert wurde, schildert eindrücklich und bedrückend den von Zwang geprägten Alltag der Jugendlichen in den 1980er Jahren der DDR. „In Rückblenden schildert Linke glaubwürdig eine DDR-Jugend zwischen Resignation und Aufmüpfigkeit. Trotz der Dramatik der Ereignisse finden sich viele Episoden voller Sprach- und Situationskomik“, heißt es u. a. in der Begründung der Jury zur Nominierung. Zum 30. Jubiläum des Mauerfalls ist es einmal mehr wichtig, die Errungenschaften der Freiheit und Demokratie ins Bewusstsein zu rufen – auch und insbesondere jungen Menschen, die immer weniger emotionale Anknüpfungspunkte zu dieser Zeit haben.


Anforderungen
- Das Team hat bereits erste professionelle Erfahrungen im Bereich Regie/ Ausstattung in den Sparten Schauspiel, Musiktheater, Tanztheater oder Puppentheater gesammelt.
- Da die Theaterstiftung Gera dezidiert den Nachwuchs fördert, darf das sich bewerbende Team nicht älter als 35 Jahre zum Zeitpunkt der Bewerbung sein.
- Konzeptvorstellung vor der Jury: Mitte April 2019
- Probenzeitraum: 24.09.2019 – 09.11.2019
- Premiere 9. November 2019 19:30 Uhr Puppentheater Gera, Saal)
- Das Konzept sollte für einen Puppenspieler und eine Puppenspielerin ausgelegt werden, umsetzbar auf der Bühne des Puppentheaters Gera [https://www.tpthueringen.de/ueber-uns/spielstaetten-gera/puppentheater]. Eine Fassung für zwei Schauspielerinnen (für die Bühne bearbeitet von Julia Korrek, Theater Rostock) kann dabei genutzt werden, sodass eine eigene Romanadaption nicht zwingend notwendig ist. Fassung zu erfragen bei marco.schmidt@tpthueringen.de

Wir bieten
- ein angemessenes Honorar für das gesamte Regieteam
- ein angemessenes Ausstattungsbudget
- Kostenlose Unterkunft für das Regieteam im Theaterwohnheim Gera

Bei Interesse freuen wir uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen einschließlich Kurzvita des sich bewerbenden Teams und Konzeption für die Inszenierung „Jenseits der blauen Grenze“ vorzugsweise per Mail. Bitte fassen Sie alle Anhänge in einer PDF-Datei mit max. 13 MB zusammen.
Bewerbungsschluss ist der 31. März 2019.
Für Nachfragen wenden Sie sich bitte unter Angabe einer Rückrufnummer an die Leiterin des Puppentheaters Sabine Schramm: sabine.schramm@tpthueringen.de


Bewerbung per Mail unter:

personal@tpthueringen.de
Betreff „Stipendium Blaue Grenze“

Logo der Institution

TPT Theater und Philharmonie Thueringen GmbH

Theaterplatz 1
07548 Gera

Sabine Schramm

Vertragstyp:
Andere

Berufsbereich:
Künstlerische Leitung / Einstudierung

Vertragsbeginn:
Spielzeit 2019/20

Bewerbungsschluss:
31.03.2019